
Freunde des Radsportes,
auf diesem Weg möchte ich Euch eine Orientierung geben, wie Ihr euch
im Winter/Frühjahr für die Saison vorbereiten könnt. Um die
Lust am Training über die Saison zu erhalten, ist es sinnvoll, in der
Vorbereitung auch andere Sportarten wahrzunehmen. Bei unserer Disziplin kommt
es stark darauf an, ein guter, vielseitiger Sportler zu sein. Man sollte in
allen fünf Hauptbeanspruchungsformen (Flexibilität, Koordination,
Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer) gut ausgebildet sein. Diese Fähigkeiten
kann man nicht nur auf den Rad trainieren. Beachtet folgende Auflistung der
einzelnen Hauptbeanspruchungsformen und den dazugehörigen Sportarten,
bei der Ihr diese trainieren könnt.
Bitte beachtet folgendes:
Alle Angaben zur Wiederholungen der einzelnen Übungseinheiten sind Empfehlungen.
Sie müssen natürlich mit den örtlichen Gegebenheiten und den individuellen
Voraussetzungen des Sportlers abgestimmt werden.
FLEXIBILITÄT
Aerobic 1x pro Woche.
Stretching vor und nach dem Training und als zwei Einheiten
(60min.) in der Woche.
WARUM: Optimale Flexibilität führt zur Verminderung
der Verletzungsgefahr und um auf dem Rad beweglicher und weicher agieren zu können.
__________________________________________________________________
KOORDINATION (Balance)
1x pro Woche leichte Turnübungen an verschiedenen Geräten (Boden,
Reck, Barren), 1x pro Woche Jonglieren, Einradfahren, 1x pro Woche Fahrrad-Trial, 2x pro Woche BMX,
1x pro Woche Moto-Cross. Alle Ballspielarten, Snowboard, Ski (Bewegungsgefühl).
WARUM: Bei einer guten Koordination fällt es leichter,
Bewegungsabläufe schnell und ökonomisch zu automatisieren. Verminderung
der Verletzungsgefahr. Bessere Handhabung des Bikes.
__________________________________________________________________
KRAFT
Wir müssen die Kraftausdauer des ganzen Körpers und zusätzlich
Schnellkraft der Beine trainieren. Beim Hanteltraining, nach Möglichkeit
auch Übungen an freien Hanteln. (2-3x pro Woche, für Genaueres Trainer
fragen, bzw. in einschlägigen Büchern nachlesen). Moto-Cross, Klettern,
schwere Männer oder Frauen abschleppen.
WARUM: Um mehr Körperspannung aufzubauen und eine
bewegliche Einheit zwischen Lenker und Pedal zu bilden. Um aktiver das Bike
fahren zu können. Um vom Schrittempo explosiver und schneller zu beschleunigen. Um
längere Tretpassagen kraftvoll durchtreten zu können. Um eine gesamte
Renndistanz besser durchstehen zu können.
__________________________________________________________________
SCHNELLIGKEIT
Basketball, Badminton, Squash, Eishockey
(alle Sportarten, die die Reaktionszeit vermindern).
WARUM: Explosiver Start. Um das Sturzrisiko zu mindern. Um
die allgemeine Aktionsbereitschaft zu verstärken. Um die Reaktionszeit
zu
vermindern.
__________________________________________________________________
AUSDAUER
Grundlagentraining auf der Straße. Langlauf oder Skating. Allgemeines Circuit-Training, Moto-Cross
WARUM: Um generell mit einem niedrigeren Puls fahren zu können. Um
schneller innerhalb einer Veranstaltung (Trainingsläufe, Qualifikationen,
Rennen), bzw. in einer Serie kurz aufeinanderfolgender Rennen regenerieren
zu können. Um intensive Trainingslager besser verarbeiten zu können.
AUSSERDEM:
Trainiert mit einem ungefederten Bike genauso wie mit dem vollgefederten Bike.Trainiert
auch auf nassem und rutschigem Untergrund, um auch bei schlechten Bedingungen
auf dem Rad zu bleiben. Wenn Ihr dann die Schnauze von Dreck und Kälte
vollhabt, ruft Eure Kumpels an und sucht die nächste Tiefgarage auf.
Mit flachen Pedalen und hohen Lenker kann man sich stundenlang mit Bike-Trial
vergnügen. Nehmt an Querfeldein-Rennen teil, das Fahren mit den schmalen
Reifen schult unter anderem Euer Balancegefühl. Die vielen
Wiederholungen von Beschleunigungen aufgrund der kurzen Runden fördern
Euere Sprintqualitäten. Versucht Euch durch gesunde Ernährung und
regelmäßiges kalt Duschen vor Erkältungen zu schützen. Geht
während der Vorbereitungszeit auch mal zum Zahnarzt, um einem Ausfall
während der Saison wegen Zahnproblemen vorzubeugen. Es ist auch wichtig,
den Privatkram zu ordnen, denn es ist bei uns sehr wichtig, im Kopf frei zu
sein und Spaß am Leben zu haben.
Denn merke: SPASS + LEISTUNG = ERFOLG
Versuche zu differenzieren, wenn Dir Dein Körper sagt, er hat keinen
Bock, ob dies nur Faulheit ist, oder ob Du tatsächlich krank bist.
DAS ZIEL EINER OPTIMALEN VORBEREITUNG IST ES, DASS
DER/DIE FAHRER/IN MIT DEM BIKE ZU EINER EINHEIT VERSCHMILZT, UM SO ÄHNLICH
WIE DAS WASSER DEN BERG HINUNTER ZU FLIEßEN!
Aber auch bei den Klamotten, (Helm, Handschuhe, Protektoren, Schuhe) ist es sinnvoll, NUR bewährtes Material einzusetzen und neue Produkte erstmal im Training auszuprobieren.
Am Wettbewerbstag sollte man sich nicht der Sonne aussetzten, weil diese müde, mürbe und reaktionsarm macht: Sonne schwächt das Immunsystem; durch den Schweißverlust verliert Ihr Elektrolyte.
Einen gleichstarken Partner suchen und mit diesen Eliminator fahren: die Positionen (vorne/hinten) wechseln. Austausch im Gespräch:über StreckenänderungenFahrradtechnik (z.B. Reifen, Fahrwerk usw.), Termine (z.B. Startzeiten, Fahrerbesprechungen. usw.)
Glykogenspeicher nach den Rennen durch kohlenhydratreiche Kost wieder füllen.->
verkürzt die Regenerationszeit.
Schon die Unfall- und Auslandskrankenversicherung überprüft? Die Lizenzversicherung ist ungenügend und eine schwere Verletzung kann Euch zum Sozialfall machen. Schließt eine zusätzliche Unfallversicherung ab, in der Ihr als Mountainbiker fixiert seid! Schmuh lohnt hier nicht! Kostet zwischen 20,-- u. 30,-- Euro monatlich.